Förderverein Keltenmuseum Hochdorf/Enz

Ein Erbe, das es zu erhalten gilt





Licht als Erzähler

Eine szenische Lichtinstallation für die Grabkammer des Keltenfürsten

Licht ist ein Erzähler, ein Erzähler ohne Worte, aber voller suggestiver Kraft.
Der Einsatz von Licht, speziell einer szenischen und bewegten Arbeit, bringt den
Besuchern den einzigartigen Fund des Fürstengrabes nahe. Die Wechsel der
Stimmungen und des Raumes vermittelt eine Versetzung in verschiedene Zuständlichkeiten
und Zeitvorstellungen, Gedanken und Räume. Das Licht spricht mit Begriffen wie öffnen,
entfernen, entlarven, vermuten.
Das Grab wird entdeckt und erfahren über Licht. Es fokussiert im Ablauf der Szenen
einzelne Bereiche und zieht den Betrachter in die Darstellung hinein.
Es sind Möglichkeitsräume, in denen Vorstellung und Ausdruck geschaffen sind für
eine Situation und ein Ereignis, das sich unserer Vorstellung entzieht und nicht mehr
existent ist. Das Grab wird dadurch sinnlich und menschlich erfassbarer.
Ein ständiges Erscheinen und Vergehen...Wie der Raum und die Objekte wirken,
befördert unsere Assoziationen und Imagination.
Licht „beleuchtet“ hier nicht nur, sondern füllt uns und den Raum mit Information. 
Die Dramaturgie des Lichts schafft dem Betrachter die Möglichkeit, sich sehr sinnlich
dieser einmaligen Entdeckung anzunähern.    i  Joachim Fleischer

                        

Joachim Fleischer ist seit 1990 freischaffend tätig. Schwerpunkt der künstlerischen
Arbeit ist das Medium und Thema Licht. Arbeiten über Licht sind: Lichtobjekte,
Lichtinstallationen, Kunst am Bau Projekte, Inszenierungen mit Licht.
Ausstellungen im In-und Ausland z.B. Kunsthaus Graz, Museum Tinguely, Kunsthalle Mannheim,
Art Basel Arbeiten im öffentlichen Raum z.B. “Licht giessen“ Wehrsteg Isar / Stadt München
„Münsterscanning“ Ulmer Münster, Stadt Ulmseit 1992 Lehraufträge und Professurvertretung an verschiedenen
Hochschulen. 2016 künstlerischer Leiter Kunstlichtfestival „Aufstiege“ der Kulturregion Stuttgart








Das Keltenmuseum ist ein Erlebnisraum der Werte! Der Besucher erfährt vom hohen Anspruch
der Meisterhandwerker keltischer Zeit, er begegnet den Rekonstruktionen, die mit den gleichen
Ambitionen gefertigt sind. Aufgabe und Verpflichtung des Museums war und ist es, diese Werte
erfahrbar zu machen.
Gerade in den letzten Jahren beobachten wir, wie neue Lichttechniken genutzt werden und völlig
neue visuelle Zugänge zu längst bekannt Geglaubten eröffnen. So entstand der Plan, die rekonstruierte
Grabkammer des Fürsten durch den Einsatz eines modernen Lichtkonzepts in neuer Weise zu erschließen.
Modernste Technik sollte dabei mit professioneller Gestaltung einhergehen. 

Der Förderverein Keltenmuseum Hochdorf e.V. ermöglichte es „seinem“ Museum, einen großen Schritt
zu tun und gewährte großzügigste Unterstützung bei dem Vorhaben, die spektakuläre Grabausstattung
mit einer ebenso spektakulären Licht-Inszenierung auszustatten. Gemeinde und Museumsleitung danken
dem Verein für die Finanzierung dieses außerordentlichen Projekts! Ihm ist es zu verdanken, wenn die
Besucher von nun an diesen großen Moment der keltischen Geschichte in noch größerer Intensität
miterleben können.

Bürgermeister Peter Schäfer l Gemeinde Eberdingen
Dr. Simone Stork l  Keltenmuseum Hochdorf/Enz


Szenische Lichtinstallation für das Keltengrab:
Idee, Planung und Programm: Joachim Fleischer
Technische Umsetzung: Fa. Visiocollect, Schwäbisch Gmünd